Antisemitische Bedrohungen: Offener Brief zur 1. Mai Kundgebung 2026 in Göttingen

Hallo Aga¹,

Du kennst es ja bereits: das allseits beliebte Göttinger Stilmittel des „Offenen Briefes“. Da meine früheren Hinweise – die ich bereits im Bündnis gegen Rechts gegenüber einem bestimmten Personenkreis (u. a. Friedensforum, jW-Fanbase und KPF – kurz: GöLi, aber auch Edgar Schu) geäußert habe – ignoriert wurden, ehe ich damals das Bündnis verließ, hier nun kurz und offen mein heutiges Anliegen

1. Stelle bitte für die 1. Mai Kundgebung 2026 in Göttingen sicher, dass das Fronttransparent wieder von demokratischen, „bunt“ gemischten Personen der Öffentlichkeit getragen wird. Es darf nicht von Personen repräsentiert werden die mit einem Spektrum sympathisieren, dass sich „Electronic Intifada“ auf die Fahnen geschrieben hat und diese Intifada sowohl gegen Medienschaffende, gegen gewählte Repräsentant*innen, als auch gegen jeden kritischen Geist praktiziert, der jüdisches Leben in Göttingen wieder sichtbar und erlebbar haben möchte; in Göttingen trauen sich kaum noch Jüdinnen oder Juden, ihre Glaubenssymbole offen zu zeigen – im Gegensatz zu jenen, die ihren Judenhass bei Versammlungen und durch massive Sachbeschädigungen ausleben.

Zur Erinnerung: Die Gebäude der demokratischen Parteien der Christdemokraten, der Sozialdemokraten und der Grünen in Göttingen wurden aufs Übelste seit dem letzten Mai geschändet und kosten- und seelenintensiv beschädigt. Es wurden Fensterscheiben eingeworfen oder eingeschlagen und das triggert unweigerlich Erinnerungen an den 9. November 1938. Unser Niedersächsischer Landtag wurde mehrfach von einem aufgehetzten, antisemitischen Mob beschmiert und das zu einer Zeit in der im Landtag eine Partei Platz genommen hat, deren Vertreter und Mitglieder sich wiederkehrend und offen frauenfeindlich, homophob, antisemitisch und anti-muslimisch geäußert hat, eine Partei die extrem rechte Standpunkte vertritt und in weiten Teilen als korrupt und prorussisch gilt: Die afd!

Den angegriffenen, aber wehrhaften Demokrat*innen gilt die bedingungslose Unterstützung – sie sind am 1. Mai sichtbar zu machen, nach vorne zu holen und mit demokratischer, gewerkschaftlicher Solidarität zu stärken!

2. Gewährleiste – auch wenn Du am 1. Mai ortsabwesenend in Wolfsburg bist – das selbst Versuche unterbleiben, die 1. Mai Demonstration 2026 in Göttingen mit trotzkistischen Methoden zu kapern. Es muss sichergestellt sein, dass die Teilnehmenden nicht gegeneinander aufgebracht werden. Teilnehmende Jüdinnen und Juden und weitere Betroffene von Antisemitismus (nach der IHRA-Definition) dürfen nach dem Massaker² des 7. Oktober 2023 nicht mit Symbolen und Fahnen der Intifada retraumatisiert werden.

3. Stelle bitte zukünftig sicher das Gedenk-Veranstaltungen, die vom DGB und Dir namentlich mitgetragen sind und bei denen eine reale Gefahr für Shoa-Überlebende besteht, dass ihr Vortrag und ihre zeitgeschichtlich wichtige und bewegende Ausführung und ihre musikalische Begleitung unterbrochen und gestört werden könnten (wie das am 27. Januar dieses Jahr im Alten Rathaus der Fall war), der Göttinger Polizei im Vorfeld bekannt sind. Nur wenn die Polizei von schützenswerten Veranstaltungen vorher weiß, kann sie angemessen darauf reagieren.

Abschließend: Du hattest mich mal nach Beweisen für meine Vorwürfe gefragt. Es gibt zwei Orte, an denen ich diese vorlege: Der eine ist der Gerichtssaal (sofern Beweisanträge zugelassen werden und ich nicht 24/7 geslappt wurde). Der andere Ort offenbart sich an einem Tag, der angesichts des Weltgeschehens scheinbar immer näher rückt. Leuten, die Ohren haben, aber nicht hören, und Augen haben, aber nicht sehen, ist nichts zu beweisen.

PS: Zu der unter Punkt 2 genannten Bedrohung liegen mir konkrete Hinweise aus OSINT-Quellen vor.

¹ Agnieszka Zimowska, sie ist Regionsgeschäftsführerin des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Südniedersachsen-Harz. Sie und ein Mann der ver.di wurden im letzten Jahr, am 1. Mai 2025 und danach, in öffentlichen Stellungnahmen durch einen Sprecher der Gaza Demos und durch den von ihm moblisierten Mob unter Druck gesetzt. Der Sprecher hatte sich zudem in den letzten Monaten zunehmend aggressiv und mit Worten mit NS-Bezug geäussert. U.a. das Göttinger Tageblatt berichtete einmal über diese zweifelhafte Wortwahl in einem Artikel »Emotionale Reden und zweifelhafte Parolen«.
Der Wohnort des Manns der ver.di wurde im Nachgang des 1. Mai 2025 mit einem Roten Dreieck markiert und ein zusammengeschnittenes Video (mittlerweile gelöscht) wurde im Facebook-Kanal eines vermeintlichen Göttinger-Journalisten veröffentlicht, dass den ver.di Herr bei einer angeblichen Schubserei einer muslimschen Frau bei der 1. Mai-Kundgebung 2025 zeigen sollte. Der ver.di Mann wurde nach dem reichweitestarken Verbreiten der Erzählung über ihn, öffentlich angefeindet, als rassistisch bezeichnet und weiteren Erzählungen ausgesetzt.

² WARNUNG: Die Website enthält gewalttätige Inhalte. WARNING: The website contains violent content. https://www.hamas-massacre.net/